Von oben herab – neue Ansichten durch Kameradrohnen

Aufnahmen mit Kameradrohne

Aufnahmen mit Kameradrohne

In Zeiten digitaler ’special effects‘ wird es immer schwieriger, auf einfache und bezahlbare Weise neue, außergewöhnliche Filmeindrücke zu vermitteln. Doch durch die neuen, hoch-flexiblen Flugkameras kann man Bilder einfangen, die man so in kleineren Filmproduktionen noch nicht gesehen hat. Klar, Luftaufnahmen an sich sind nichts Neues, aber dass sie nun auch für kleines Geld, z.B. im Bereich von Imagevideos, zu haben sind, eröffnet vielen Filmmachern und ihren Kunden im wahrsten Sinne des Wortes neue Perspektiven.

Die Idee ist denkbar einfach: Den als Spielzeug bekannten, fernsteuerbaren Mini-Helikoptern wird eine Kamera aufgeschnallt – zumindest so ähnlich funktioniert das Prinzip Kameradrohne. Um der Flugkamera mehr Stabilität zu verleihen, verfügen die Fluggeräte allerdings in der Regel über mehrere ring- oder sternförmig über der Kamera angebrachte Rotoren. Meist sind es vier bis acht Rotoren, je mehr, desto weniger verwackelt sind die eingefangenen Bilder. Des Weiteren haben die Cam-Copter meistens auch noch ein Display direkt im Steuermodul integriert, über das die Luftaufnahmen in Echtzeit nachverfolgt werden können und vom Boden aus nach den besten Szenen und Einstellungen gesucht werden kann. Das Display ermöglicht es auch, mit der Kamera in Bereiche zu fliegen, in denen man das Fluggerät selbst gar nicht mehr sehen kann.

Doch Drohnenkameras bieten noch weitere Vorteile. Da wäre zunächst mal ihre Größe, die es erlaubt, in Bereiche rein zu fliegen und zu filmen, in die man mit herkömmlichen Mitteln der Flugaufnahmen gar nicht gekommen wäre. Zwischen Felsspalten hindurch, in Schächte hinein oder durch Rohre durch; um das zu realisieren braucht man mittlerweile ’nur‘ noch ein ruhiges Händchen bei der Steuerung. Und natürlich kommt man an Dinge auch sehr nahe heran, was nicht nur bei Naturaufnahmen spektakuläre Bilder erzeugt. Zudem ist eine Flugkamera auch ungemein flexibel bei der Einstellung des Winkels, aus dem heraus man filmen möchte. In der Regel lassen sich die auf den Helikoptern befindlichen Kameras ferngesteuert schwenken. Zusammen mit der Steuerbarkeit des Helikopters kann man daher aus nahezu jedem Winkel Aufnahmen machen.

Professionelle Kameradrohnen fliegen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h in Höhen bis zu 150 Metern – allerdings kommen derzeit immer mehr Geräte mit immer größeren Geschwindigkeiten und Reichweiten auf den Markt. Durch den Einsatz von Peilsendern können die Drohnen sogar aus Fahrzeugen oder anderen beweglichen Objekten heraus gesteuert werden. So können Flugkameras auch bewegten Gegenständen folgen, ohne sich aus der Steuerungsreichweite zu entfernen. Die Steuerelemente werden immer ausgeklügelter und intuitiver, doch nach wie vor braucht es Geschick und Übung, um die fliegenden Kameras ohne Ruckeln zu manövrieren. Der größte limitierende Faktor bei den Cam-Coptern ist die Stromversorgung. Viel länger als 10 Minuten halten sie i.d.R. nicht aus, denn der Verbrauch von Helikopter und Kamera ist nicht gerade klein und das Gewicht des Akkus muss gering gehalten werden, um die Stabilität der Drohne nicht zu sehr zu beeinträchtigen.

Die Einsatzgebiete von Kameradrohnen sind äußerst vielfältig. Allein die Tatsache, dass man nun auch ohne Weiteres ‚von oben herab‘ filmen kann, wertet viele Filme auf. Gerade im Bereich Imagefilme eröffnen sich hier zahlreiche Möglichkeiten: Firmen, Bauwerke, Maschinen, Naturräume und Produktionsbereiche können um- und überflogen werden. Bei Veranstaltungen, ob im Sport, bei Messen oder in der Freizeit, können Menschenmengen auch von oben gezeigt werden, was oft sehr beeindruckend wirkt. Doch auch der praktische Nutzwert von Luftaufnahmen ist nicht zu unterschätzen. Bauplaner können sich mit ihnen genaue Vorstellungen von Bauplätzen und ihrer Umgebung machen, Immobilienmakler können Anwesen auch aus der Vogelperspektive zeigen und Ingenieure profitieren von den Bildern aus der Luft, z.B. wenn das Innere einer Anlage untersucht werden muss.

Soviel steht fest: Flugkameras bieten einen echten Mehrwert und wer sich professionell mit Filmen beschäftigt, wird früher oder später nicht an ihnen vorbeikommen. Noch sind sie allerdings neu und können daher die filmische Kreativität regelrecht ‚beflügeln‘ und für die Kundengewinnung ein wichtiges Argument sein.

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